Servus! Ein kurzer Hinweis zur Berechnung mit Netto AT:
Damit die Berechnung für dich perfekt stimmt, haben wir diese Felder automatisch auf 0 gesetzt und gesperrt.
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Schön, dass du hier bist. Du hast gerade unseren Anlagenrechner Pro geöffnet. Auf den ersten Blick geht es hier nur um Zahlen, aber eigentlich steckt mehr dahinter. Der entscheidende Unterschied zu vielen herkömmlichen Rechnern ist, dass wir hier nicht nur mit theoretischen Werten kalkulieren, sondern neben der Kursentwicklung und Dividende auch Faktoren wie Laufende Kosten (TER), Ausgabeaufschläge, Inflation, Steuern, Kirchensteuer sowie eine mögliche Dynamik berücksichtigen. Wir stellen die reale Kaufkraft und den tatsächlichen Wert deiner Investition in den Mittelpunkt. Damit das Ergebnis für dich wirklich Sinn ergibt, solltest du kurz verstehen, was hier überhaupt berechnet wird.
Stelle dir dazu folgendes vor:
Du sparst 25 Jahre lang und freust dich am Ende über eine runde Summe von 100.000 € auf dem Papier. Das klingt großartig. Aber was kannst du dir davon dann wirklich kaufen? Wenn die Inflation im Durchschnitt bei 3 % liegt, haben diese 100.000 € in 25 Jahren nur noch die Kaufkraft von heute etwa 47.760 €. Ohne diesen Rechner würdest du also mit einer Zahl planen, die dich in der Zukunft bitter enttäuschen könnte, weil die Preise für Miete, Brot und Autos massiv gestiegen sind. Das ist die bittere Wahrheit, welche die anderen Rechner dir nicht zeigen. Genau das wird in unserem Kaufkraft (Real) Ergebnis berücksichtigt.
Oder betrachte deinen eigenen Aufwand: Wenn du heute 500 € monatlich zur Seite legst, ist das für dich heute vielleicht viel Geld. In 15 Jahren sind 500 € aber gefühlt viel weniger "wert", weil dein Gehalt hoffentlich gestiegen ist und die Preise höher sind. Dein real eingezahlter Wert sinkt also über die Zeit – du investierst zwar die gleiche Summe, aber sie "kostet" dich weniger Lebensqualität.
Ein konkretes Beispiel zum Eis: Kostet eine Kugel heute 2 €, zahlst du für eine Sparrate von 10 € den Gegenwert von 5 Kugeln. Bei einer Inflation von 3 % kostet dieselbe Kugel in 25 Jahren bereits über 4 €. Deine Sparrate von 10 € "kostet" dich dann nur noch etwas mehr als 2 Kugeln Eis. Dein tatsächlicher Verzicht wird also über die Jahre immer kleiner. Genau das wird in unserem Eingezahlt (Real) Ergebnis berücksichtigt.
Das eigentliche Herzstück dieses Rechners ist es, dir die Augen über versteckte Kosten zu öffnen. Viele Anleger schauen nur auf die mögliche Rendite, vergessen aber die Gebühren. Ein klassischer Fonds mit 1,5 % laufenden Kosten (TER) und 5 % Ausgabeaufschlag mag auf den ersten Blick nicht dramatisch teurer wirken als ein ETF mit 0,2 % TER. Doch über 20 oder 30 Jahre hinweg frisst dieser scheinbar kleine Unterschied durch den entgangenen Zinseszins oft zehntausende Euro deines potenziellen Vermögens auf!
Genau deshalb haben wir den Kostenverlust in die Ergebnisse eingebaut. Er rechnet dir schonungslos vor, was du nicht nur an reinen Gebühren an Banken und Fondsgesellschaften gezahlt hast, sondern auch, welcher enorme Zinseszins dir dadurch auf dieses Geld durch die Lappen gegangen ist. Spiele im Rechner einfach mal mit den Reitern "ETF" und "Fonds" und achte darauf, wie extrem sich die unterschiedlichen Kosten auf deinen finalen Endbetrag und deine reale Kaufkraft auswirken. Es ist der wichtigste Hebel, den du beim Investieren selbst in der Hand hast.
Viele denken bei Geldanlagen automatisch an schnelles Wachstum. Dabei gibt es einen wichtigen Unterschied bei der Verwendung der Erträge, den man kennen muss.
Bei einer ausschüttenden Anlage werden die Gewinne (Dividenden) regelmäßig auf dein Girokonto ausgezahlt. Wenn dein Freibetrag aufgebraucht ist, greift der Staat hier sofort zu und behält Steuern ein. In unserem Rechner simulieren wir, dass du diesen übrig gebliebenen Netto-Betrag danach manuell wieder anlegst. Dein Vermögen wächst dadurch zwar stetig, aber etwas gebremster, da bei jeder Ausschüttung ein Teil durch Steuern verloren geht.
Bei einer thesaurierenden Anlage verbleiben die Gewinne direkt im Fonds. Das Geld wird automatisch und sofort genutzt, um neue Anteile zu kaufen, ohne dass es jemals auf deinem Konto landet. Dadurch werden die Steuern auf die Erträge größtenteils gestundet (in die Zukunft verschoben). Jeder erwirtschaftete Euro arbeitet in voller Größe sofort weiter. Das Ergebnis: Ein ungestörter Zinseszins-Effekt und langfristig ein deutlich stärkerer Vermögensaufbau.
In deinem Rechner kannst du oben flexibel zwischen verschiedenen Anlageklassen wechseln. Diese Funktion ist entscheidend, da jede Variante unterschiedliche Zwecke erfüllt und steuerlich anders behandelt wird.
Während ein ETF eine ruhige und sehr kostengünstige Anlage mit steuerlicher Teilfreistellung (oft 30 %) ist, hat ein aktiver Fonds oft deutlich höhere Kosten (TER) und Ausgabeaufschläge. Bei einzelnen Aktien fallen zwar keine laufenden Kosten an, dafür entfällt hier die Teilfreistellung beim Finanzamt. Durch das Umschalten siehst du im direkten Vergleich, wie groß dieser Unterschied in der Praxis ist und welche Anlage besser zu deiner persönlichen Finanzplanung passt.
Neben der Rendite spielt noch etwas eine große Rolle, das viele unterschätzen: die Inflation. Sie sorgt dafür, dass Geld im Laufe der Zeit an Wert verliert. Auch wenn dein Guthaben steigt, kannst du dir später oft weniger dafür kaufen als heute. Deshalb kannst du hier die Inflation berücksichtigen lassen. So siehst du nicht nur eine Zahl, sondern auch, was sie in Zukunft wirklich wert ist. Falls du statt Inflation eine Deflation simulieren möchtest, kannst du einfach eine negative Zahl eingeben. Dadurch wird berechnet, wie sich steigende Kaufkraft auf dein Ergebnis auswirken würde.
Ein weiterer Punkt sind die Steuern. Ein Teil deiner Gewinne geht in der Regel an den Staat. Viele Rechner ignorieren das und zeigen dir nur theoretische Werte. Hier kannst du dein Land auswählen und die Steuern direkt mit einberechnen lassen. In Deutschland wird dabei auch der Freibetrag und die Teilfreistellung berücksichtigt. Das bedeutet, ein Teil deiner jährlichen Gewinne bleibt steuerfrei, bevor überhaupt Steuern abgezogen werden. Zusätzlich kannst du einstellen, ob Kirchensteuer anfällt. Hinweis: Die deutsche Vorabpauschale wird aus Gründen der Komplexität nicht mitberechnet.
Wenn du Netto AT (Österreich) auswählst, rechnet der Simulator automatisch mit der 27,5 % KESt. Felder wie Freibetrag, Teilfreistellung und Kirchensteuer werden dann automatisch genullt und gesperrt, da sie in Österreich für Wertpapiere so nicht existieren.
Besonders ist hier die Frage nach dem Verkauf am Ende: Du kannst entscheiden, ob am Ende der Laufzeit ein kompletter Kassensturz simuliert werden soll, bei dem das Finanzamt auf alle bisher unversteuerten Kursgewinne auf einen Schlag zugreift. Dadurch wird das Ergebnis deutlich realistischer.
In Deutschland gibt es bei Fonds und ETFs die sogenannte Teilfreistellung. Aber warum eigentlich? Da Fondsgesellschaften intern bereits Steuern auf ihre Erträge (z. B. auf Dividenden der im Fonds enthaltenen Aktien) zahlen müssen, wärst du als Anleger quasi doppelt besteuert, wenn du bei der Auszahlung an dich nochmal voll zur Kasse gebeten wirst. Um diese Doppelbesteuerung fair auszugleichen, stellt der deutsche Staat einen festen Prozentsatz deiner Gewinne komplett steuerfrei. Deine Steuerlast wird dann nur auf den restlichen Teil deines Gewinns berechnet.
Wie hoch dieser steuerfreie Teil ausfällt, hängt davon ab, woraus der Fonds besteht:
Wichtig für Österreich: Die Teilfreistellung ist ein rein deutsches Konzept. Im österreichischen Steuersystem gibt es diesen Ausgleich nicht. Wählst du im Rechner "Netto AT", wird dieser Vorteil daher automatisch deaktiviert.
Wenn du den Rechner benutzt, spielen mehrere Dinge zusammen. Dein Startkapital ist das Geld, das du bereits hast. Die monatliche Sparrate ist das, was du regelmäßig zur Seite legst. Gerade diese regelmäßigen Einzahlungen machen oft den größten Unterschied, weil sie dein Vermögen Schritt für Schritt wachsen lassen.
Die Kursentwicklung und die Dividendenrendite bestimmen, wie stark dein Geld wächst. Die Laufenden Kosten (TER) und der Ausgabeaufschlag zeigen dir, wie viel die Fondsgesellschaft oder der Broker von deinem Ertrag einbehält.
Besonders interessant ist die Dynamik. Damit kannst du einstellen, dass deine Sparrate im Laufe der Jahre steigt. Das ist sinnvoll, weil sich auch dein Einkommen mit der Zeit verändern kann. Selbst kleine Steigerungen können langfristig einen großen Unterschied machen.
Die Inflation ermöglicht es dir, die Geldentwertung einzuplanen, um die zukünftige Kaufkraft zu ermitteln. Über den Steuer-Modus legst du fest, ob Abzüge für Deutschland (Netto DE) oder Österreich (Netto AT) berechnet werden sollen. In der deutschen Einstellung kannst du zudem die Kirchensteuer aktivieren und deinen persönlichen Freibetrag hinterlegen, damit die Steuerlast so exakt wie möglich bestimmt wird.
Die Grafik hilft dir dabei, den Verlauf besser zu verstehen. Du siehst nicht nur das Endergebnis, sondern auch, wie es sich entwickelt. Wenn dir etwas zu unübersichtlich wird, kannst du einzelne Linien einfach in der Legende ausblenden und dich auf das konzentrieren, was dich interessiert.
Am Ende geht es hier nicht darum, dir die größtmögliche Zahl zu zeigen. Es geht darum, dir eine ehrliche Grundlage zu geben. Wenn du verstehst, wie die einzelnen Faktoren zusammenwirken, kannst du deine Planung deutlich besser einschätzen. Zum Schluss ist noch wichtig zu wissen, was du überhaupt als Ergebnis bekommst. Der Rechner zeigt dir nicht nur eine einzelne Zahl, sondern mehrere Werte, die zusammen ein klares Bild ergeben:
1. Endbetrag: Die nominale Summe am Ende der Laufzeit (nach Abzug aller Kosten und Steuern).
2. Eingezahlt: Hier siehst du die reine Summe aller Gelder, die du über die Jahre investiert hast.
3. Kaufkraft (real): Dieser Wert ist einer der wichtigsten in diesem Rechner. Er rechnet den zukünftigen Endbetrag auf das heutige Preisniveau zurück.
Beispiel: Wenn du in 20 Jahren 200.000 € hast, die Inflation aber 2 % beträgt, zeigt dir dieser Wert an, was du dir in 20 Jahren für dieses Geld im Vergleich zu heute kaufen kannst. Vielleicht entspricht die Kaufkraft dann nur noch 135.000 € nach heutigen Maßstäben.
4. Eingezahlt (real): Beschreibt deinen wahren Aufwand. Da du deine Sparraten über viele Jahre einzahlst, ist eine Einzahlung von 100 € in 15 Jahren weniger wert als heute, weil 100 € dann weniger wert sind.
Beispiel: Wenn du über 30 Jahre insgesamt 36.000 € einzahlst, zeigt dir der real eingezahlte Wert vielleicht nur 25.000 € an. Das bedeutet, dass die gefühlte Belastung für deinen Geldbeutel über die Zeit abnimmt.
5. Zinsertrag (Nettogewinn): Der reine Profit, den dein Kapital für dich erwirtschaftet hat – bereits bereinigt um alle Kosten und Steuern.
6. Kostenverlust: Ein absoluter Augenöffner. Das ist nicht nur die reine Summe der abgezogenen TER- und Gebühren PLUS der entgangene Zinseszins, der entstanden wäre, wenn dieses Geld stattdessen weiter für dich investiert geblieben wäre.
7. Steuerverlust: Die Summe der gezahlten Steuern PLUS der entgangene Zinseszins, der auf dieses verlorene Geld über die Jahre angefallen wäre.
8. Steuerlast: Die reine nominale Summe, die direkt als Steuer an den Staat abgeführt wurde.
1. Wähle die Anlageform:
Klicke im Rechner ganz oben auf einen der Reiter (ETFs, Fonds, Aktien oder Alternativen). Du wirst feststellen, dass der Rechner pro Reiter eigene Voreinstellungen lädt, die für die jeweilige Anlageform typisch sind. Jeder Tab speichert deine Eingaben separat!
2. Die Eingabefelder ausfüllen:
Jetzt geht es an deine persönlichen Zahlen. Der Rechner unterscheidet dabei schlau zwischen zwei Bereichen:
3. Den Chart (Zeitraum) einstellen:
Bewege den Schieberegler für die Jahre hin und her. Das Diagramm und alle Ergebnisse aktualisieren sich sofort in Echtzeit. Unter dem Chart findest du die Legende. Wenn du möchtest, klicke einfach auf Werte wie "Steuerlast", um die entsprechenden Kurven in der Grafik ein- oder auszublenden.
4. Ergebnisse analysieren und nutzen:
Was machst du nun mit all diesen Zahlen? Nutze sie für fundierte Entscheidungen! Wechsle beispielsweise zwischen "ETF" und "Fonds" hin und her, um unten in den Ergebnissen schonungslos zu vergleichen, wie extrem sich ein Ausgabeaufschlag oder 1,5 % laufende Kosten (TER) über 20 Jahre auf deine reale Kaufkraft auswirken. Verändere die Sparrate und die Dynamik, um genau die Summe zu finden, die du heute aufbringen musst, um in Zukunft ein entspanntes finanzielles Polster zu haben.
Dein Anliegen ist auf unserem Radar. Wir sichten die Daten mit scharfem Blick und melden uns in Kürze mit Fakten bei dir zurück.