Schön, dass du hier bist. Du hast gerade unseren Brutto-Netto-Rechner Pro für Österreich geöffnet. Wenn du am Monatsende auf deinen Gehaltszettel blickst, fragst du dich vielleicht auch oft: "Wo ist eigentlich das ganze Geld geblieben?" Brutto ist das, was auf dem Papier steht – Netto ist das, was dir der Supermarkt, der Vermieter und der Urlaub übrig lassen.
Der entscheidende Unterschied dieses Rechners zu herkömmlichen Standard-Tools im Netz ist die absolute Flexibilität und Vergleichbarkeit. Eine einfache Zahl hilft dir im Alltag oft nicht weiter, wenn du vor echten Entscheidungen stehst. Deshalb haben wir zwei intelligente Modi integriert: Du kannst entweder ein zweites Gehalt hinzufügen, um das gemeinsame Haushaltsnetto deines Partners und dir zu ermitteln, oder in den strikten Vergleichsmodus wechseln, um zwei völlig unterschiedliche Job- oder Lebensszenarien direkt gegeneinander antreten zu lassen. So erhältst du klare Antworten auf deine finanziellen Fragen.
Über dem Rechner findest du zwei Schalter, die das komplette Verhalten des Tools steuern:
1. Zweite Person oder Nebenjob hinzufügen:
Dieser Modus ist perfekt, wenn du mit deinem Partner zusammenlebst oder einen steuerpflichtigen Zweitjob annehmen willst. Sobald du den Schalter aktivierst, öffnet sich ein zweites Eingabefeld. Der Rechner geht zunächst von Standardwerten aus – diese können jedoch jederzeit an eure tatsächliche Situation (z.B. Kinder oder Familienstand) angepasst werden. Das Wichtigste: Der Rechner addiert beide Gehälter. Im Diagramm und in der Legende siehst du neben euren Einzelgehältern auch eine "Zus."-Spalte, die dir zeigt, wie viel Netto euch im Monat als Haushalt gemeinsam zur Verfügung steht.
2. Gehälter vergleichen:
Wenn du vor einer beruflichen Veränderung stehst, reicht es oft nicht, nur das aktuelle Gehalt zu kennen. Sobald du diesen Schalter aktivierst, schaltet der Rechner in einen strikten 1:1-Vergleichsmodus. Du kannst für Szenario 1 und Szenario 2 völlig unabhängige Werte eingeben. Das Diagramm stellt dir beide Ergebnisse sauber nebeneinander – ohne die Gehälter zu addieren. Das ist ideal für:
Anders als in Deutschland gibt es in Österreich keine Steuerklassen. Das österreichische System funktioniert über sogenannte Absetzbeträge, die deine berechnete Lohnsteuer direkt reduzieren. Je nach Lebenssituation zieht dir das Finanzamt dadurch weniger Steuern ab.
Eine riesige Besonderheit in Österreich sind die Sonderzahlungen, oft bekannt als Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Fast jeder Arbeitnehmer erhält hierzulande 14 Gehälter pro Jahr. Warum das so toll ist?
Diese beiden extra Monatsgehälter werden nicht normal versteuert, sondern fallen unter das sogenannte Jahressechstel. Das bedeutet: Nach einem Freibetrag von 620 € werden sie nur mit unfassbar niedrigen 6 % Lohnsteuer belastet (bis zu einer sehr hohen Grenze). Dadurch ist dein Netto im Sommer und an Weihnachten deutlich höher als in einem normalen Monat. Der Rechner ist deshalb standardmäßig auf 14 Gehälter voreingestellt, kann aber bei Bedarf auf 12 oder 13 Gehälter geändert werden.
Viele Nutzer fragen sich, wo sie ihren Geringfügigen Nebenjob im Rechner eintragen sollen. Die kurze Antwort: Gar nicht!
Solange du im Monat unter der Geringfügigkeitsgrenze (ca. 518 € im Jahr 2024) verdienst, lautet die goldene Regel: Brutto ist gleich Netto. Du zahlst auf diesen Betrag weder Lohnsteuer noch Sozialversicherung. Nur wenn du durch mehrere Jobs insgesamt über diese Grenze kommst, musst du Abgaben nachzahlen.
Neben den Steuern wird dein Brutto auch durch die Sozialversicherung (SV) geschmälert. In Österreich werden diese Abzüge direkt vom Gehalt einbehalten. Die genaue Höhe unterscheidet sich minimal, je nachdem, ob du Angestellter oder Arbeiter bist.
Die Lohnsteuer ist der Teil, der an den Staat geht. Unser Rechner kalkuliert sie nach dem offiziellen, progressiven Steuertarif. Du hast aber zwei starke Hebel, um diese Last zu senken:
1. Der Familienbonus Plus:
Hast du Kinder? Dann wähle die genaue Anzahl im Rechner aus. Für jedes Kind unter 18 Jahren reduziert sich deine Lohnsteuer um bis zu 166,68 € pro Monat. Das ist kein Freibetrag, sondern echtes Geld, das dir weniger abgezogen wird!
2. Das Pendlerpauschale:
Ist dein Arbeitsweg weit oder unzumutbar mit den Öffis zu erreichen? Dann steht dir ein Pendlerpauschale zu. Im Rechner kannst du deinen monatlichen Betrag in Euro eintragen. Das Pauschale senkt deine sogenannte "Steuerbemessungsgrundlage" – der Staat tut bei der Steuerberechnung also so, als würdest du weniger verdienen, wodurch du weniger Lohnsteuer zahlst.
1. Monats- oder Jahresansicht wählen:
Oben im Rechner kannst du zwischen Monats- und Jahresansicht umschalten. Durch das 13. und 14. Gehalt ist das Jahresgehalt in Österreich viel aussagekräftiger, wenn es um Gehaltsverhandlungen geht.
2. Die Direkteingabe nutzen:
Du kannst das Bruttogehalt ganz intuitiv über den Schieberegler anpassen. Möchtest du jedoch einen ganz exakten, krummen Betrag (z. B. 4.321 €) berechnen oder verdienst du weit mehr, als der Regler anzeigt? Kein Problem! Klicke einfach oben auf den gestrichelten Bruttobetrag und tippe deine Zahl bequem über die Tastatur ein. Der Regler skaliert sich im Hintergrund vollautomatisch mit.
3. Die Grafik auswerten:
Das Balken- und Kreisdiagramm schlüsselt dein Gehalt visuell auf. In der Mitte oder über den Balken siehst du dein finales Netto. Die farbigen Segmente zeigen dir exakt, wie groß das Stück vom Kuchen ist, das sich das Finanzamt (Rot) und die Sozialversicherung (Blau/Gelb/Lila) abschneiden. Klicke auf die Legende unter dem Diagramm, um einzelne Posten gezielt ein- oder auszublenden.
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